Zum Hauptinhalt springen

Prof. Spitzer in den Ruhestand verabschiedet.

Zum 31.03.2025 wurde Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Heinz Spitzer, Leiter der Arbeitsgruppe Metallurgische Prozesstechnik, in den Ruhestand verabschiedet.

Prof. Spitzer wurde 1956 in Lippstadt geboren. Nach seinem Diplomstudium der Mathematik an der Universität Bielefeld von 1974 bis 1980 begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine Metallurgie, bevor er 1985 mit seiner Dissertation zu dem Thema „Berechnung von Strömungen beim elektromagnetischen Rotationsrühren von Rundsträngen“ promovierte. Dies war der erste Schritt auf einem beeindruckenden Weg, der ihn von 1985 bis 2002 als akademischen Rat und Oberrat an das Institut für Metallurgie führte.

Im Jahr 2001 habilitierte sich Prof. Spitzer mit der Habilitationsschrift „Mathematische Modelle zur Optimierung und Entwicklung metallurgischer Prozesse“. Seine Expertise und sein Engagement ermöglichten es ihm, 2002 das Amt des ordentlichen Professors für Metallurgische Prozesstechnik zu übernehmen.

Ein bedeutender Meilenstein war die Inbetriebnahme der Anlage „Kohlebunker“ zum horizontalen Bandgießen von Stahl im Technikumsmaßstab im Jahre 1992. (Chargengröße 1 t Schmelze; seither rd. 500 Abgüsse).

Dem folgte die Inbetriebnahme der weltweit ersten Anlage zum horizontalen Bandgießen von Stahl im Industriemaßstab bei der Salzgitter AG 2012 in Peine. Diese Anlage, mit einer Produktionskapazität von 40.000 Tonnen pro Jahr, hatte das Potential, die Industrie nachhaltig zu beeinflussen und neuartige, hochlegierte Stähle hervorzubringen.

Ein weiterer Höhepunkt im Berufsleben von Prof. Spitzer war, dass er als Vizepreisträger des Deutschen Zukunftspreises des Bundespräsidenten 2014, gemeinsam mit der Salzgitter AG und der SMS group GmbH nominiert wurde. Sein Wirken umfasst nicht nur die Stahlerzeugung, sondern auch innovative Ansätze im Bereich der Dekarbonisierung und Energiewende, wie Flüssigmetallbatterien und den Eisen-Dampf-Prozess zur Speicherung von Wasserstoff.

Über seine beeindruckenden fachlichen Leistungen hinaus war Prof. Spitzer ein Mentor für rund 15 Doktoranden und viele Kolleginnen und Kollegen an unserer Fakultät. Seine jahrzehntelange enge Zusammenarbeit mit industriellen sowie universitären Partnern, insbesondere mit der Salzgitter AG, der SMS group GmbH und dem Institut für Technologie der Metalle der Universität Duisburg-Essen, hat die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis entscheidend gestärkt.

Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm alles Gute und danken für alles, was er für das Institut getan hat.

Institut für Metallurgie der TU Clausthal 

Zurück